Krankenwagen in Blaulichtfahrt

Linke hinterfragt Kosten der Militarisierung des Gesundheitswesens

Die Linksfraktion im Bundestag stellt eine Kleine Anfrage zu Härtungsmaßnahmen der zivilen Gesundheitsinfrastruktur gegen militärische Bedrohungen. Die Anfrage bezieht sich auf das Planungsdokument ZMZ 4.0, das NATO-Russland-Konfliktszenarien modelliert und die Militarisierung von Zivilkrankenhäusern behandelt. Im Fokus steht ein geplantes 40-Millionen-Euro-Bunkerspital unter dem Merheim-Gesundheitscampus in Köln sowie die geplante gemeinsame Übung zwischen Bundeswehr und israelischer Verteidigungsarmee im Herbst 2026 mit deutscher Hospitalbeteiligung.

Kernpunkte:

  • Das ZMZ-4.0-Grünbuch prognostiziert für 2029 täglich 1.000 militärische Verletzte, von denen über 30 Prozent intensivmedizinische Betreuung benötigen.
  • Eine 40 Millionen Euro teure unterirdische Garage auf dem Merheim-Gesundheitscampus in Köln kann sich zu einem vollständig einsatzbereiten unterirdischen Krankenhaus umwandeln.
  • Der DKI- und HCB-Bericht besagt, dass Krankenhäuser als kritische Infrastruktur besser gegen externe Bedrohungen geschützt werden müssen.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/21/066/2106612.pdf · de