Krankenwagen in Blaulichtfahrt

Projekt zur Bekämpfung von Stigmatisierung bei Essstörungen bei Männern in der Hausarztpraxis

Das von der Ruhr-Universität Bochum geleitete Projekt iSMEsH entwickelt und testet ein Online-Schulungsmodul für Hausärzte, um das Stigma rund um Essstörungen bei Männern zu reduzieren. Die Intervention adressiert sowohl die Selbststigmatisierung männlicher Patienten als auch geschlechterstereotype Vorstellungen von Ärzten, die eine Diagnose und Behandlung behindern. Die Ergebnisse werden kostenlos als Schulungsmaterial, klinische Handbücher und ein dauerhaftes Informationsportal veröffentlicht.

Kernpunkte:

  • Essstörungen werden in der Öffentlichkeit überwiegend mit Frauen assoziiert, was zu Selbststigmatisierung männlicher Patienten und reduzierter Hilfesuchbereitschaft führt.
  • Hausärzte vertreten oft die gleichen Geschlechterstereotype, was die diagnostische Genauigkeit und Behandlungsbereitschaft bei Männern verringert.
  • Das Online-Schulungsmodul zielt darauf ab, Ärzte zu sensibilisieren und ihre Kompetenz in der Erkennung von Essstörungen bei Männern aufzubauen.

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/ressortforschung/handlungsfelder/forschungsschwerpunkte/entstigmatisierung/ismesh · de