Schlagwort: Regulierung
- Aktuelles (443)
- Allgemein (8)
- Aus der Redaktion (1)
- Forschung (7)
- Hintergrund (25)
-
EU-Projekt DIGICAP digitalisiert Medizinprodukt-Zulassungen und spart bis zu 24 Monate
Das Unternehmen DistillerSR ist am 2. September 2026 dem europäischen Konsortium DIGICAP beigetreten. Das EU-Projekt zielt darauf ab, die Konformitätsbewertung von Medizinprodukten umfassend zu digitalisieren und den Prozess durch die Umstellung von papiergestützten auf maschinenlesbare Datensätze um bis zu 24 Monate zu verkürzen. Das dreijährige Projekt wurde offiziell im September 2026 gestartet und verfügt über…
-
Irische Datenschutzbehörde verhängt Geldbuße gegen Gesundheitsdienst wegen Datenschutzverstößen
Die irische Datenschutzkommission gab am 28. August 2026 ihre Abschlussentscheidung nach einer Untersuchung des Health Service Executive (HSE) bekannt. Die Ermittlungen enthüllten Datenschutzverstöße bezüglich der physischen Bedingungen und Integrität von Papierpatientenakten, die in stillgelegten psychiatrischen Krankenhäusern gelagert wurden. Unbefugte Personen erhielten Zugang zu Unterlagen in den Krankenhäusern St. Loman's und St. Conal's. Die Datenschutzkommission verhängte…
-
Amgen meldet erhebliche Datenpanne in Cloud-Umgebungen von Drittanbietern
Amgen hat eine bedeutende Datenverletzung offengelegt, bei der geschützte Gesundheitsinformationen (PHI) und interne Firmendaten in Cloud-Umgebungen von Drittanbietern kompromittiert wurden. Das Unternehmen klassifizierte den Vorfall als wesentliches Ereignis und informierte die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC über ein Formular 8-K. Der Zwischenfall verdeutlicht die wachsende Abhängigkeit von Cloud-Partnern und die Herausforderungen bei der gemeinsamen Verantwortung für Sicherheit.…
-
FTC verklagt Telemedizin-Anbieter wegen illegaler Gesundheitsdatenweitergabe
Die US-amerikanische Bundeshandelsbehörde FTC sowie Behörden aus Utah und Kalifornien haben Klage gegen den Telemedizin-Anbieter Hims & Hers eingereicht. Das Unternehmen soll Gesundheitsdaten von etwa 2,5 Millionen Nutzern ohne ausreichende Zustimmung an Meta und Snap weitergegeben haben. Parallel zu dieser Entwicklung warnt Health-ISAC vor Vishing-Angriffen auf Single-Sign-On-Konten. Gleichzeitig hat CISA eine Strategie zur besseren Isolierung…
-
Europäische Kommission veröffentlicht Leitfaden zur Cyber Resilience Act
Die Europäische Kommission veröffentlichte am 27. Juli 2026 praktische, nicht bindende Leitlinien zur Anwendung der Cyber Resilience Act (CRA) durch EU-Hersteller, Softwareentwickler und Unternehmen. Der Leitfaden soll Schlüsselkonzepte, Geltungsbereich und Meldepflichten für Produkte mit digitalen Elementen klären. Diese Unterstützung kommt vor den verbindlichen Compliance-Terminen 2026 und 2027, wobei die CRA am 10. Dezember 2024 in…
-
Österreich braucht Life-Science-Strategie zur Stärkung der Innovationskraft
Österreich verfügt über hervorragende Bedingungen für medizinische Forschung, sieht sich aber wachsender globaler Konkurrenz beim Umwandeln wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte und wirtschaftlichen Wert gegenüber. Zentrale Herausforderungen sind komplexe Genehmigungsverfahren, lange Zulassungsprozesse und ein Rückgang klinischer Studien. Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Gesundheitspolitik fordern eine umfassende Life-Science-Strategie, um Bürokratie abzubauen und Österreichs Wettbewerbsfähigkeit in medizinischer…
-
Wer entscheidet, welche Medikamente die Krankenkasse bezahlt
Ein Deutschlandfunk-Bericht untersucht, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) entscheidet, welche Medikamente und Therapien das gesetzliche Krankenversicherungssystem abdeckt. Der Artikel folgt einem brandenburgischen Hausarzt und beleuchtet die Spannung zwischen evidenzbasierter Medizin, Kostenkontrolle, Marktinteressen und politischem Druck bei Entscheidungen über Leistungsumfang. Kernpunkte: Mehr als 74 Millionen Menschen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Der GBA hat seit…
-
Gesundheitsreform gefährdet Kliniken durch verdoppelte Abrechnungsprüfungen
Deutschlands Gesundheitsreform, insbesondere der Vorschlag zur Verdopplung von medizinischen Abrechnungsprüfungen in Krankenhäusern, droht Klinikpleiten zu verschärfen und bürokratische Kosten zu erhöhen statt zu senken. Das Universitätsklinikum Freiburg schätzt, dass Abrechnungsdokumentation und Kodierungsvorgänge täglich das Äquivalent von 250 Ärztinnen und Ärzte sowie 500 Pflegekräfte binden, während diese administrative Belastung bundesweit etwa 50.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen betrifft.…
-
Europarat koordiniert Gesundheitskonventionen und Arzneimittelstandards
Der Europarat, gegründet 1949 mit heute 46 Mitgliedstaaten, setzt sich für Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Demokratie in Europa ein und hat dafür über 200 Konventionen und Protokolle etabliert. Deutschland ist seit 1950 Mitglied und koordiniert über das Bundesgesundheitsministerium gesundheitsbezogene Konventionen zu Organspenden, Bioethik und Arzneimittelsicherheit. Die Europäische Direktion für die Qualität von Arzneimitteln und Gesundheitswesen (EDQM)…
-
Gesundheitssystem plant Beitragsstabilisierung durch Ausgabengrenzen und neue Abgaben
Die Bundesregierung führt das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein, um die prognostizierte Finanzierungslücke der Krankenversicherung von 15 Milliarden Euro 2027 auf 40 Milliarden Euro 2030 zu schließen. Die Reform kombiniert Ausgabengrenzen für alle Gesundheitssektoren, moderate Erhöhungen von Patientenzuzahlungen und eine neue Abgabe auf zuckerhaltige Getränke ab 2028. Der Großteil der Entlastung stammt aus Ausgabenbeschränkungen für Leistungsanbieter, während zentrale…

