Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen hat die Notwendigkeit von Apotheken öffentlich angezweifelt und argumentiert, dass 95 Prozent ihrer Arbeit nur aus der Abgabe von fertiggestellten Medikamenten besteht. Der Verband suggeriert, dass Drogerien, Online-Apotheken und regionale Apotheken mit Lieferdiensten diese Funktionen ersetzen könnten. Diese Aussage ist eine Reaktion auf ein neues Bundesgesetz, das die Leistungen von Apotheken um Impfungen, Blutentnahmen und bestimmte Medikamentenabgaben ohne Rezept erweitert. Apothekerverbände und Gesundheitsbehörden hingegen argumentieren, dass Apotheken wesentliche Überprüfungen der Medikamentensicherheit, personalisierte Medikamentenzubereitung und klinisches Fachwissen bieten.
Kernpunkte:
- 95 Prozent der Apothekenarbeit besteht aus der Abgabe von fertiggestellten Medikamenten
- Apotheken finanzieren sich hauptsächlich durch den Verkauf von Gummibärchen und Kosmetika
- Eine Regionalapotheke pro 250.000 Einwohner wäre ausreichend
Quelle: FAZ · de

