Eine Studie mit 172 Gesundheitsfachkräften in der abgelegenen Provinz Manus in Papua-Neuguinea zeigt, dass verzögerte Budgetfreigaben und deren schleppende Umsetzung erheblich zum Medikamentenmangel beitragen und die Grundversorgung stark beeinträchtigen. Krankenschwestern, Gemeindebeschäftigte im Gesundheitswesen, Apothekenpersonal und Verwaltungskräfte berichten von häufigen Engpässen bei lebensnotwendigen Medikamenten wie Antibiotika und Schmerzmitteln, was Patienten zwingt, private Versorgung zu suchen oder gesundheitliche Verschlechterungen zu erleiden.
Experten empfehlen planbare Finanzierungsfreigaben, geschützte Budgets für Arzneimittel, größere Pufferbestände, besser integrierte Finanz- und Versorgungssysteme sowie Reformen, die auf die Besonderheiten der abgelegenen Gesundheitsversorgung abgestimmt sind.
Kernpunkte:
- Verzögerte Budgetfreigaben und deren Umsetzung tragen erheblich zu Medikamentenverfügbarkeitsproblemen in der Provinz Manus bei.
- 44% der Befragten berichteten, dass Medikamentenmangel für lebensnotwendige Mittel „manchmal" auftritt.
- Antibiotika machten 28% der gemeldeten Engpässe aus.
Quelle: Devpolicy Blog (ANU) (Englisch)

