Ein von einem Gericht bestellter Monitor hat in seinem Bericht kritisiert, dass Kaliforniens größtes Immigrantengefängnis, die California City Detention Facility, Menschen aufgrund mangelhafter medizinischer Versorgung erheblichen Risiken aussetzt. Bundesrichterin Maxine Chesney ordnete die Untersuchung im Februar an, nachdem gemeinnützige Organisationen und Anwaltskanzleien eine Klage wegen unmenschlicher Bedingungen und medizinischer Vernachlässigung eingereicht hatten. Sie beriefen sich dabei auf verweigerte Krebsbehandlungen, fehlende Insulinzufuhr für Diabetiker und unzureichende Unterkünfte für Menschen mit Behinderungen.
Dr. Muthusamy Anandkumar, der von der Richterin beauftragt wurde die Untersuchung durchzuführen, stellte fest, dass die Einrichtung in keiner der acht geprüften Kategorien angemessene medizinische Versorgung bot. Er dokumentierte ein wiederkehrendes Muster aus verzögerter Erkennung von Patientenbedürfnissen, unterlassenen Untersuchungen, verzögerter oder unzureichender Behandlung sowie Lücken in der Nachsorge. Dies deute auf systemische Probleme hin, nicht auf vereinzelte Versäumnisse. Die Einrichtung verfüge Anandkumar zufolge nicht über angemessene Personalausstattung, stabiles Management vor Ort oder wirksame Qualitätssicherungsprozesse.
Dies war die erste Gerichtszwang erzwungene Untersuchung der medizinischen Versorgung in einer ICE-Gefängnisanlage. Die Facility wurde als ehemaliges Gefängnis eröffnet und sollte nur gesunde Menschen aufnehmen, aber die Immigration and Customs Enforcement entsandte viele Personen mit komplexen medizinischen Bedürfnissen dorthin. Das Unternehmen CoreCivic, das die Einrichtung betreibt, gab an, den Bericht zu überprüfen.
Kernpunkte:
- Kaliforniens größtes Immigrantengefängnis gefährdet Menschen aufgrund mangelhafter medizinischer Versorgung erheblich.
- Ein Bundesrichter ordnete eine Untersuchung der California City Detention Facility im Februar an, nachdem gemeinnützige Organisationen und Anwaltskanzleien eine Klage eingereicht hatten.
- Die Klage warf der Einrichtung vor, Krebsbehandlungen zu verweigern, Insulin für Diabetiker nicht bereitzustellen und grundlegende Unterkünfte für Menschen mit Behinderungen nicht zu bieten.
Quelle: UPI (Englisch)

