An der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf wird ein partizipatives Anti-Stigma-Seminar für Auszubildende in Pflegeberufen evaluiert. Das Forschungsprojekt läuft von Juli 2023 bis Januar 2026 und soll Diskriminierungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen reduzieren. Unter Leitung von Candelaria Mahlke wird ein Handbuch und Implementierungsleitfaden entwickelt, um das Seminar bundesweit in der Pflegeausbildung einzuführen.
Kernpunkte:
- Menschen mit psychischen Erkrankungen erfahren Vorurteile, Stigmatisierung und Diskriminierung in verschiedenen Lebensbereichen
- Stigmatisierung führt zu Symptomverstärkung, verminderter Lebensqualität, erhöhter Suizidalität und geringerer Nutzung von Gesundheitsdiensten
- Die Einstellungen des Pflegepersonals haben nachweislich direkten Einfluss auf die Versorgungsqualität von Patienten mit psychiatrischen Diagnosen

