Hacker haben 1,4 Millionen Dateien im Umfang von 5,26 Terabyte aus dem Berliner IT-Netz ins Darknet hochgeladen, nachdem sie kein Lösegeld erhielten. Der Berliner Senat fordert betroffene Bürger auf, Strafanzeige zu erstatten.
Oppositionsparteien und Gewerkschaften von Polizei und Feuerwehr kritisieren die Senatsverwaltung scharf für den Umgang mit dem Cyberangriff und die langjährigen IT-Sicherheitsmängel. Die Linken sprechen von einem IT-GAU. Kritiker werfen dem Senat vor, dass die Anweisung zum Passwortaustausch als Reaktion auf den Diebstahl hochsensibler Daten von Hilflosigkeit zeugt und dass der Senat beim Opferschutz nicht nachlassen darf, nachdem er bei der IT-Sicherheit versagt hat.
Kernpunkte:
- Der Senat ruft Betroffene dazu auf, Strafanzeige zu erstatten.
- Die Linken sprachen am Freitagabend von einem IT-GAU.
- Es kann nicht sein, dass hier tagelang hochsensible Daten geraubt wurden und die einzige Reaktion scheinbar darin besteht, die Beschäftigten anzuweisen, ihre Passwörter zu ändern. Das zeugt schon von einer gewissen Hilflosigkeit.
Quelle: Tagesspiegel — Berlin (Deutsch)

