Krankenwagen in Blaulichtfahrt

Ärztekammer fordert Gesundheitssicherungsgesetz mit Lagezentrum und Notfallreserven

Die Bundesärztekammer fordert ein Gesundheitssicherstellungsgesetz zur besseren Krisenplanung im Gesundheitswesen. Konkret verlangt sie die Einrichtung eines nationalen Lagezentrums Gesundheit und einer Nationalen Reserve Gesundheitsschutz, die mindestens sechs Monate essenzielle medizinische Güter bereithalten soll.

Sven Seißelberg, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenpharmazie, kritisiert die fehlende zuverlässige Notfallplanung für Arzneimittel. Er fordert, dass das Gesundheitssicherstellungsgesetz die Medikamentenversorgung explizit regelt, dezentrale Lagerhaltung stärkt und Apotheken finanziell unterstützt.

Im Bereich der Langzeitpflege fordern Vertreter die Rückzahlung von 5,5 Milliarden Euro Corona-Hilfen und kritisieren die Finanzierungslücke bei der Digitalisierung: Während die Telematik-Infrastruktur tatsächlich mindestens neun Milliarden Euro kostet, sieht der Gesetzentwurf nur 1,6 Milliarden Euro vor. Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz fordert eine grundlegende Strukturreform durch die Fusion von privater und gesetzlicher Pflegeversicherung, um die Rückstände der privaten Versicherung von über 40 Milliarden Euro zu beheben.

Kernpunkte:

  • Die Bundesärztekammer fordert ein Gesundheitssicherstellungsgesetz für bessere Planung in Krisensituationen.
  • Die Bundesärztekammer fordert ein Lagezentrum Gesundheit.
  • Die Bundesärztekammer fordert die Einrichtung einer Nationalen Reserve Gesundheitsschutz für mindestens sechs Monate essenzielle medizinische Güter.

Quelle: IT Boltwise (Deutsch)