Krankenwagen in Blaulichtfahrt

Berlins Verwaltung kämpft mit bekannten Cybersicherheitsmängeln

Zwei Berliner Senatsverwaltungen sind aufgrund eines Cyberangriffs offline. Der Angriff offenbart jahrelang bekannte IT-Sicherheitslücken in Berlins öffentlicher Verwaltung. CDU-Politiker Stefan Evers kritisiert die politische Untätigkeit, während die Senatsverwaltung für Finanzen unter Martina Klement (SPD) massive Kürzungen bei der Digitalisierung vorgenommen hat – allein im Doppelhaushalt 2026/2027 mehr als 50 Millionen Euro.

Das Hauptproblem liegt in der dezentralen IT-Verantwortung: Etwa zwei Drittel aller Senatsverwaltungen und Landesbehörden sind für ihre IT-Sicherheit selbst zuständig. Experten fordern eine Modernisierung, Standardisierung und Zentralisierung der IT-Sicherheit unter dem IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ), um die Daten der Berliner Bürger zu schützen.

Kernpunkte:

  • Zwei Berliner Senatsverwaltungen sind offline, weil sie Ziel eines Cyberangriffs waren.
  • Berlin hat seit dem Angriff auf das Berliner Kammergericht 2019 ein massives IT-Sicherheitsproblem.
  • Die Koalition aus CDU und SPD hat allein im Doppelhaushalt 2026/2027 mehr als 50 Millionen Euro aus dem Digitalisierungsbudget gestrichen.

Quelle: Tagesspiegel (Deutsch)