Eine Analyse der Krankenkasse Helsana mit Daten von etwa einer Million Versicherten in der Schweiz zeigt, dass Personen mit niedrigen Einkommen erheblich mehr Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen und deutlich höhere Kosten verursachen als wohlhabende Personen. Dies wird teilweise durch höhere Raten von Erkrankungen und mangelnde Vorsorge getrieben. Die Studie demonstriert eine substantielle Umverteilung im Schweizer Gesundheitssystem, bei der wohlhabende Personen durch Steuern und Prämien die Versorgung von einkommensschwachen Gruppen subventionieren.
Kernpunkte:
- Personen mit niedrigen Einkommen haben Depressionsraten von etwa 9 Prozent im Vergleich zu 3 Prozent in der höchsten Einkommenskategorie
- Personen mit niedrigen Einkommen verursachen jährliche Gesundheitskosten von etwa 4760 Franken pro Person gegenüber 3275 Franken für Personen mit hohem Einkommen
- Personen mit niedrigen Einkommen nutzen Vorsorgeleistungen weniger häufig, auch wenn diese kostenlos sind

