Die Europäische Kommission hat im Februar 2021 den Europäischen Krebsbekämpfungsplan verabschiedet, eine umfassende Initiative zur Verbesserung der Krebsversorgung in der EU. Der Plan deckt alle Aspekte der Versorgung ab – von der Prävention über die Früherkennung bis zur Behandlung und Lebensqualität – und wird mit knapp über 4 Milliarden Euro EU-Mitteln finanziert.
Der Plan setzt konkrete Ziele für 2025 und 2030: Bis 2025 sollen 90 Prozent der berechtigten EU-Bürger Screening-Angebote für Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs erhalten. Bis 2030 wird eine HPV-Impfquote von 90 Prozent für Mädchen angestrebt sowie ein signifikanter Anstieg bei Jungen.
Die Umsetzung erfolgt durch mehrere Joint Actions mit internationaler Beteiligung. EUnetCCC mit 163 Partnern aus 31 Mitgliedstaaten und JANE 2 mit 121 Partnern aus 25 Mitgliedstaaten und 4 assoziierten Ländern laufen beide von 2024 bis 2028.
Kernpunkte:
- Der Europäische Krebsbekämpfungsplan wurde am 3. Februar 2021 von der Europäischen Kommission veröffentlicht.
- Der Plan zielt darauf ab, die onkologische Versorgung in der EU über den gesamten Behandlungspfad hinweg zu verbessern.
- Die EU stellt knapp über 4 Milliarden Euro für die Umsetzung von Maßnahmen des Europäischen Krebsbekämpfungsplans zur Verfügung.

