Krankenwagen in Blaulichtfahrt

Schweizer Spitäler zahlen Millionen für ausgedientes elektronisches Patientendossier

Das elektronische Patientendossier (EPD), das vor knapp 20 Jahren eingeführt wurde, hat sich nicht durchgesetzt und wird bis 2030 durch ein neues System ersetzt. Trotzdem müssen Spitäler und Heime weiterhin teure Verbindungen zum System unterhalten – Zürichs Spitäler zahlen jährlich etwa 2 Millionen Franken, Heime 1 Million Franken. Weniger als 140'000 Schweizer haben ein EPD eröffnet. Der Kanton Zürich und Gesundheitsinstitutionen üben nun zivilen Ungehorsam: Heime kündigen Verträge auf, der Kanton droht, die Anschlusspflicht nicht mehr durchzusetzen, falls der Bund keine wesentlichen Verbesserungen vornimmt.

Kernpunkte:

  • Seit 2022 haben nur etwa 140'000 Schweizer ein EPD eröffnet, was 1,5 Prozent der Bevölkerung entspricht
  • Das Spital Uster hat pro Patient mit EPD seit dessen Einführung 2020 etwa 40'000 Franken ausgegeben
  • Das EPD kostet Zürichs Spitäler jährlich 2 Millionen Franken und Heime 1 Million Franken

Quelle: https://www.nzz.ch/zuerich/das-elektronische-patientendossier-ist-tot-trotzdem-muessen-spitaeler-und-heime-dafuer-jedes-jahr-millionen-zahlen-ld.10011499 · de