Krankenwagen in Blaulichtfahrt

Forschungsprojekt entwickelt Schulungsmodul gegen Stigmatisierung von Essstörungen bei Männern

Das Projekt iSMEsH der Ruhr-Universität Bochum unter Leitung von Georgios Paslakis entwickelt und testet ein Online-Schulungsmodul für Hausärzte, um die Stigmatisierung von Essstörungen bei Männern abzubauen. Die Intervention adressiert sowohl die Selbststigmatisierung männlicher Patienten als auch Geschlechterstereotypen von Ärzten, die eine Diagnose und Behandlung erschweren. Die Ergebnisse werden kostenlos als Schulungsinhalte, klinische Manuale und ein nachhaltiges Informationsportal veröffentlicht.

Kernpunkte:

  • Essstörungen werden öffentlich überwiegend mit Frauen assoziiert, was zu Selbststigmatisierung männlicher Patienten und reduzierter Hilfesuche führt.
  • Hausärzte teilen oft dieselben Geschlechterstereotypen, was die diagnostische Genauigkeit und Behandlungsbereitschaft bei Männern verringert.
  • Das Online-Schulungsmodul zielt darauf ab, Ärzte zu sensibilisieren und ihre Kompetenz in der Erkennung von Essstörungen bei Männern zu stärken.

Quelle: BMG Aktualisierungen · de