Krankenwagen in Blaulichtfahrt

NDR Recherche – Krankenhäuser haben Schwachstellen im Katastrophenschutz

Eine aktuelle NDR Recherche zeigt, dass deutsche Krankenhäuser auf größere Krisen unzureichend vorbereitet sind. Eigentlich müssten sie gerade dann funktionsfähig bleiben, wenn die Gesellschaft durch Katastrophen, Stromausfälle oder im schlimmsten Fall durch kriegerische Ereignisse besonders belastet ist. Doch die Recherche macht deutlich: Viele Kliniken verfügen nicht über die notwendige Ausstattung und Planung, um solche Situationen zu bewältigen – auch, weil die nötigen Vorgaben fehlen.

Welche Mängel liegen vor?

Besonders groß waren die Mängel in Bezug auf Schutzräume und Frischwasserversorgung. Lediglich 20 % der betrachteten Kliniken sehen die Einrichtung von Luftschutzräumen vor – weniger als die Hälfte besitzt eine Notfallstrategie für das Versagen der Frischwasserversorgung. Beide Zahlen sind besonders kritisch angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen, in denen ein Verteidigungsfall realistischer erscheint als in den vergangenen zwei Jahrzehnten.

Lösungsansätze

Ein anderes Bild zeichnet sich in der Notstromversorgung ab. Diese gilt zumindest in größeren Krankenhäusern für mindestens 72 h als gesichert – auch weil hier bundesweit Vorgaben für die Klinikbetreiber gelten.

Für den Zivilschutz lassen sich daher zwei Maximen ableiten: Zum einen sollten verbindliche Richtlinien für den Zivil- und Katastrophenschutz im Gesundheitssektor vom Gesetzgeber festgeschrieben werden, um ein solides Basisniveau zu etablieren. Zum anderen sollte jeder Klinikbetreiber selbst seine Notfall- und Krisenpläne überprüfen, ob diese den aktuellen Anforderungen für eine krisenresiliente Gesundheitsversorgung gerecht werden.

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier: Tagesschau – Zivilschutz: Krankenhäuser in Gefahr.