Die britische Regierung wird ein Konsultationsverfahren durchführen, um Technologieunternehmen für Cyberbreaches durch unsichere Produkte haftbar zu machen. Dies würde einen grundlegenden Wandel weg von freiwilligen Sicherheitskodizes bedeuten. Der Schritt wird durch steigende wirtschaftliche Schäden durch Cyberangriffe motiviert, wie der Jaguar-Land-Rover-Hack zeigt, der die britische Wirtschaft schätzungsweise 1,9 Milliarden Pfund kostete.
Liam Byrne, Vorsitzender des Unterausschusses für Geschäft und Handel des Unterhauses, hat die fehlende Haftung von Softwareanbietern als eines der drängendsten Probleme für Britanniens wirtschaftliche und nationale Sicherheit bezeichnet. Ollie Whitehouse, Chief Technology Officer des National Cyber Security Centre (NCSC), hatte zuvor öffentlich die Forderung nach einer "strategischen politischen Agenda" gestellt.
Parallel zur Haftungsregelung stellt die Regierung 154 Millionen Pfund für Cyber-Verteidigungsmaßnahmen bereit, darunter 70 Millionen Pfund für das neue National Exposure and Real-Time Vulnerability (NERV) Centre am NCSC und 60 Millionen Pfund für die erste Phase des NCSC Cyber Shield.
Kernpunkte:
- Die britische Regierung wird konsultieren, wie Technologieunternehmen für Cyberbreaches durch unsichere Produkte haftbar gemacht werden können.
- Der Hack von Jaguar Land Rover im letzten Jahr wird auf schätzungsweise 1,9 Milliarden Pfund (2,5 Milliarden Dollar) Kosten für die britische Wirtschaft geschätzt.
- Die Regierung wird nächstes Jahr konsultieren, wie man unsichere Technologie an der Quelle bekämpft und prüfen, wo die Haftung für Cyberbreaches liegen sollte.
Quelle: The Record (Recorded Future) (Englisch)

