Eine von Redcare Pharmacy in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass Arzneimittelengpässe in Europa häufig keine Frage der grundsätzlichen Verfügbarkeit sind, sondern ein Verteilungsproblem darstellen. Arzneimittel, die in einem Land knapp sind, sind oft in anderen EU-Staaten vorhanden. Die Studie des Institute for Medical Technology Assessment der Erasmus-Universität Rotterdam und Health Connect Partners untersuchte Lieferengpässe bei 49 kritischen Arzneimitteln in sechs europäischen Ländern.
Die Forscher empfehlen fünf Maßnahmen zur Lösung, darunter die vollständige Implementierung der Europäischen Gesundheitsdateninfrastruktur (EHDS) und MyHealth@EU. Über diese Plattformen könnten EU-weit E-Rezepte eingelöst und lizenzierte Online-Apotheken Arzneimittel sicher länderübergreifend an Patienten liefern. Theresa Holler, Chief Operational Officer bei Redcare Pharmacy, unterstreicht, dass Bürger die Freiheit haben sollten, selbst zu entscheiden, wie sie pharmazeutische Versorgung erhalten.
Kernpunkte:
- Arzneimittelengpässe gehören zu den größten Herausforderungen im europäischen Gesundheitswesen.
- Arzneimittel, die in einem Land knapp sind, können in anderen EU-Ländern verfügbar sein.
- Eine von Redcare Pharmacy in Auftrag gegebene neue Studie untersucht, wie grenzüberschreitende E-Rezepte und Online-Apotheken kritische Arzneimittelengpässe beheben könnten.
Quelle: Ad Hoc News (Deutsch)

