Nach bekannt gewordenen kritischen Sicherheitslücken in der PHP-Programmiersprache sind viele Websites wieder online gegangen. Institutionen wie die Charité Berlin, die S-Bahn Berlin und mehrere Universitäten in Berlin und Brandenburg haben ihre Dienste wiederhergestellt. Das Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) meldet bisher keine erfolgreichen Angriffe.
Fachleute wie Thomas Boele von Check Point warnen jedoch, dass bloße Software-Updates nicht ausreichen. Sie fordern umfassendere Sicherheitsmaßnahmen, darunter die Aktualisierung von Web Application Firewalls, die Erneuerung von Zugangsdaten und API-Schlüsseln sowie eine vollständige Bestandsaufnahme der PHP-Nutzung. Christian Nern von KPMG betont, dass besonders Finanzinstitute ihre Sicherheitssysteme automatisieren, Patch-Zyklen verkürzen und externe IT-Dienstleister einbinden müssen.
BSI-Präsidentin Claudia Plattner warnt vor den Risiken künstlicher Intelligenz, die nicht nur bei der Entdeckung von Sicherheitslücken hilft, sondern auch Angriffe automatisieren kann. Sie fordert strengere Regulierung von KI-Anbietern und Haftung von Herstellern für unkontrollierte Angriffe durch ihre Systeme.
Kernpunkte:
- Viele Website-Betreiber haben die Reparaturen durchgeführt und sind nach den bekannt gewordenen Sicherheitslücken in der PHP-Programmiersprache wieder online.
- Viele Experten halten die bloße Installation der verfügbaren Updates nicht für ausreichend.
- Thomas Boele, Sicherheitsexperte bei Check Point, warnte vor falscher Sicherheit.
Quelle: FAZ (Deutsch)

