Ein White-Hat-Hacker hat in einer ARD-Dokumentation alarmierende Cybersicherheitslücken in deutschen Krankenhäusern aufgedeckt. Michael Wiesner zeigte dabei, wie anfällig die als kritische Infrastruktur eingestuften Einrichtungen für Angriffe sind und beschrieb seine Methoden zur Identifikation von Schwachstellen. Er charakterisiert Krankenhäuser als "unterdurchschnittlich sicher" und "lohnenswerte Ziele" für Angreifer.
Das Universitätsklinikum Frankfurt war vor knapp drei Jahren selbst Opfer eines Hackerangriffs, bei dem sein internes Netzwerk vollständig abgeschaltet wurde und Millionenschäden entstanden. Ingo Jung, IT-Sicherheitsleiter am Universitätsklinikum Frankfurt, beschreibt die andauernde Bedrohungslage als "Krieg im Internet", in dem man hauptsächlich verteidigende Maßnahmen ergreift, ohne den Gegner zu erkennen.
Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité-Universitätsmedizin Berlin, weist auf ein grundsätzliches Defizit hin: Deutschland verfüge über kein übergreifendes System für Gesundheitssicherheit auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene, um Krisenreaktionen zu koordinieren.
Kernpunkte:
- Michael Wiesner, ein White-Hat-Hacker, erklärt, wie sicher Krankenhäuser in Deutschland vor potenziellen Cyberangriffen sind, und beschreibt seine Methoden zur Identifikation von Schwachstellen.
- Das Universitätsklinikum Frankfurt war vor knapp drei Jahren Opfer eines Hackerangriffs, das zur kompletten Abschaltung seines internen Netzwerks und zu Millionenschäden führte.
- Michael Wiesner erklärt, dass Krankenhäuser nach seiner Erfahrung "unterdurchschnittlich sicher" und "lohnenswerte Ziele" für Angreifer sind.
Quelle: Kreisbote (Deutsch)

