IT-Verantwortliche in Branchen, die auf OT- und IoT-Geräte angewiesen sind, kämpfen mit erheblichen Herausforderungen beim Schutz vor „Harvest Now, Decrypt Later"-Quantenangriffen. Im Gesundheitswesen ist das Problem besonders akut: Sensible Patientendaten erfordern langfristige Vertraulichkeit, doch die Migration zu postquantumkryptographischen Verfahren erfordert komplexe Firmware-Updates und Re-Zertifizierung von eingebetteten Medizingeräten. Die G7-Arbeitsgruppe für Cybersicherheit und verschiedene nationale Behörden drängen auf einen zeitnahen Übergang zu postquantumkryptographie, wobei sich die allgemeine Timeline auf das Jahr 2030 konzentriert – doch die HNDL-Bedrohung verschärft den Druck für sensible Daten erheblich. Eine Forescout-Studie zeigt, dass nur kleine Teile der Medizingeräte-Infrastruktur bereits TLS 1.3 unterstützen, und nur 11,8 % der SSH-Server im Internet sind quantenresistent. Spezialisierte Geräte werden in diesem Jahrzehnt bei aktuellem Tempo nicht vollständig migriert, was breitere Quantenbereitschaft verzögert.
Kernpunkte:
- Die PQC-Migration im Gesundheitswesen betrifft nicht nur die Datensicherheit, sondern auch die Patientensicherheit.
- Quantenbedrohungen umfassen unbefugten Fernzugriff durch Ausnutzung öffentlicher Schlüssel zur Authentifizierung, Manipulation der Gerät-zu-Gerät-Kommunikation durch Datenverkehrsverschlüsselung und sophistizierte Malware, die Firmware-Integritätssignaturen ausnutzt.
- Behörden haben Anordnungen und Empfehlungen mit unterschiedlichen Erwartungen zur PQC-Einsatzbereitschaft erlassen, aber sie alle konvergieren auf einen Zeitplan von 2030.
Quelle: CSO Online (Englisch)

