Krankenwagen in Blaulichtfahrt

163 bestätigte Cyberangriffe auf Industrieanlagen im Q2 2026

Im zweiten Quartal 2026 wurden 163 Cyberanschläge auf Industrieanlagen öffentlich bestätigt, wobei sich Angreifer verstärkt auf Kontrollsysteme konzentrierten, um physische Schäden anzurichten. Besonders Wasserversorgungsunternehmen und Automatische Tankgauge-Systeme (ATG) in Erdöllagern waren Ziele. Konkrete Vorfälle umfassten einen Ransomware-Angriff auf eine Wasseraufbereitungsanlage in Minot, North Dakota, einen Störversuch bei einem thermischen Kraftwerk in Schweden und eine Beeinträchtigung des Hochgeschwindigkeitszugs in Taiwan.

Auch große Industriekonzerne waren betroffen: Foxconn, Medtronic, West Pharmaceutical Services, Tata Electronics und andere Hersteller erlebten Ransomware-Anschläge, Datendiebstähle und Betriebsunterbrechungen. Die polnische Agentur ABW meldete, dass Angreifer 2025 Wasseraufbereitungsanlagen in fünf polnischen Städten kompromittiert hatten. US-Behörden vermuten iranisch vernetzte Hacker hinter einer Serie von Angriffen auf ATG-Systeme an amerikanischen Tankstellen.

Kernpunkte:

  • Im Q2 2026 wurden 163 Vorfälle von Opfern öffentlich bestätigt.
  • Es gab einen signifikanten Anstieg von Berichten über Angriffe auf Kontrollsysteme mit der Absicht, physische Schäden zu verursachen.
  • US-Energieunternehmen erwirkten bei einem Bundesberufungsgericht die Blockierung neuer EPA-Anforderungen, nach denen Wasserversorgungsunternehmen 2023 obligatorische Cybersicherheit-Audits durchführen mussten.

Quelle: Kaspersky ICS CERT EN (Englisch)