Krafttraining rückt als ergänzender Ansatz bei psychischen Krisen stärker in den Fokus. Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Hildesheim zusammen mit den Universitäten Bonn und Freiburg untersuchte über neun Wochen, wie junge, gesunde Erwachsene während eines Trainingsprogramms auf Belastungsreize reagieren. Die Forscher ordnen den Effekt teilweise einem BAG3-Proteinnetzwerk in der Muskulatur zu, das Schäden bei regelmäßigem Training reduziert. Nach sechs Wochen regelmäßigen Trainings erleidet die Muskulatur bei gleicher Belastung deutlich weniger Schäden. Allerdings lässt die protektive Wirkung nach einer Trainingspause von nur 21 Tagen nach und ist dann nicht mehr nachweisbar.
Krankenversichertendaten zeigen einen deutlichen Anstieg von Krankheitstagen wegen psychischer Belastung. Die KKH Kaufmännische Krankenkasse meldet für 2025 einen Anstieg der Krankheitstage wegen akuter Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen auf 119 Tage je 100 Versicherte. Eine Auswertung der Universität Ottawa untersuchte zudem Kreatin als Zusatz zu einer Depressionsbehandlung. Bei einer Dosierung von fünf Gramm täglich verbesserten sich in einigen Fällen die Depressionswerte, allerdings kann Kreatin bei bipolaren Störungen manische Episoden auslösen.
Kernpunkte:
- Krafttraining rückt als ergänzender Ansatz bei psychischen Krisen stärker in den Fokus.
- Eine Studie ordnet den Effekt teilweise einem BAG3-Proteinnetzwerk in der Muskulatur zu, das Schäden bei regelmäßigem Training reduziert.
- Nach einer Trainingspause von nur 21 Tagen lässt die protektive Wirkung laut den Beobachtungen dagegen nach.
Quelle: IT Boltwise (Deutsch)

