Die Bundesärztekammer und rund 80 weitere europäische Gesundheitsorganisationen fordern die EU zu deutlich mehr Anstrengung angesichts der jüngsten Hitzewellen mit Tausenden Toten auf. Sie verlangen einen europäischen Hitze-Schutzplan, verbindliche Temperaturgrenzwerte für Arbeitsplätze und Regelungen für sichere Innentemperaturen in gefährdeten Bevölkerungsgruppen.
Die Organisationen betonen, dass die Erklärung des Klimanotstands in verbindliche Verpflichtungen münden muss und extreme Hitze als ernsthafte grenzüberschreitende Gesundheitsgefahr anerkannt werden sollte. In Deutschland starben in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts bereits fast 10.000 Menschen wegen hoher Temperaturen. Trotz bestehender nationaler Hitze-Gesundheits-Aktionspläne und Frühwarnsysteme steigt die hitzebedingte Sterblichkeit weiter.
Kernpunkte:
- Die Bundesärztekammer und rund 80 weitere europäische Gesundheitsorganisationen fordern deutlich mehr Anstrengung von der EU angesichts der jüngsten Hitzewellen mit Tausenden Toten.
- Die Erklärung des Klimanotstands muss in verbindliche Verpflichtungen münden und extreme Hitze als ernsthafte grenzüberschreitende Gesundheitsgefahr anerkannt werden.
- Trotz bestehender nationaler Hitze-Gesundheits-Aktionspläne, Frühwarnsysteme und einer EU-Anpassungsstrategie steigt die hitzebedingte Sterblichkeit weiter.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)

