Kuba wurde Montagmorgen mit nur einem Bruchteil des Stromnetzes in der Hauptstadt wach, nachdem das nationale Elektrizitätssystem in der Nacht zuvor seinen sechsten landesweiten Stromausfall des Jahres erlitt. Der jüngste Zusammenbruch ereignete sich um 22:43 Uhr EDT, nur 21 Stunden nachdem die Stromversorgung nach einem vorherigen teilweisen Blackout wiederhergestellt worden war, das bereits fünf westliche Provinzen schwer beeinträchtigt hatte. Das Netz war mit einem kritischen Defizit von über 2.000 Megawatt in Betrieb.
Die kubanische Regierung führt die Krise auf das US-amerikanische Wirtschaftsembargo und Ölbeschränkungen zurück, die seit Januar verhängt werden. Internationale und unabhängige Analysten hingegen nennen mangelnde Inlandsinvestitionen und schlechte Wirtschaftsverwaltung als Haupttreiber des Problems. Das Stromnetz ist äußerst fragil wegen der fortgeschrittenen Verschlechterung und des Alters seiner Wärmekraftwerke, von denen viele seit mehr als 40 Jahren in Betrieb sind.
Die Stromausfälle beeinträchtigen direkt die Wasserversorgung, Krankenhäuser, Telekommunikation und Lebensmittellagerung. Die Krise hat zu weit verbreiteter Frustration und Protesten geführt – im Juni wurden 107 Proteste vor Ort verzeichnet, fast doppelt so viele wie beim bisherigen Rekord, 82 davon in Havanna. Mit diesem Stromausfall hat das Land insgesamt sechs landesweite Netzausfälle im Jahr 2026 und elf seit Ende 2024 verzeichnet.
Kernpunkte:
- Kuba wachte am Montag mit nur einem Bruchteil seines Stromnetzes in der Hauptstadt auf, nachdem das nationale Elektrizitätssystem in der Nacht zuvor seinen sechsten landesweiten Stromausfall des Jahres erlitt.
- Der jüngste Zusammenbruch ereignete sich um 22:43 Uhr EDT, nur 21 Stunden nachdem die Stromversorgung nach einem vorherigen teilweisen Blackout wiederhergestellt worden war, das bereits fünf westliche Provinzen schwer beeinträchtigt hatte.
- Das Netz war mit einem kritischen Defizit von über 2.000 Megawatt in Betrieb.
Quelle: UPI (Englisch)

