Die Stiftung Warentest hat fünf KI-Chatbots auf ihre Fähigkeit getestet, bei Gesundheitsfragen hilfreiche Antworten zu geben. ChatGPT schnitt dabei am besten ab und lieferte in allen fünf Testfällen korrekte Verdachtsdiagnosen und Verhaltensempfehlungen. Insgesamt gaben drei von fünf Chatbots akzeptable Antworten, während zwei Schwächen wie widersprüchliche oder übermäßig vorsichtige Reaktionen zeigten. Alle fünf Chatbots rieten bei Suizidgedanken dazu, professionelle Hilfe zu suchen, und verweigerten Informationen zu Suizidmethoden.
Ein großes Anliegen ist der unzureichende Datenschutz, da sensible Gesundheitsdaten möglicherweise auf Servern außerhalb Europas verarbeitet werden. Die Stiftung Warentest empfiehlt, KI-Chatbots für Gesundheitsfragen möglichst ohne Registrierung zu nutzen. Alternativ bieten Symptom-Checker wie "Ada" und "Symptomate" besseren Datenschutz und zuverlässige Verdachtsdiagnosen.
Wie Professor Kerstin Denecke anmerkt, hängt die Qualität der Chatbot-Diagnosen von der Vollständigkeit und Genauigkeit der Nutzereingaben ab, da Nutzer oft unvollständige Informationen bereitstellen, etwa fehlende Angaben zu Geschlecht oder Alter.
Kernpunkte:
- Stiftung Warentest hat fünf KI-Chatbots (ChatGPT, Gemini, Meta AI, Claude, DeepSeek) bezüglich ihrer Hilfe bei Gesundheitsfragen bewertet.
- ChatGPT war am überzeugendsten und lieferte in allen fünf getesteten Fällen korrekte Verdachtsdiagnosen und Verhaltensempfehlungen.
- Drei von fünf KI-Chatbots gaben akzeptable Antworten, während zwei Schwächen wie widersprüchliche oder übermäßig vorsichtige Reaktionen aufwiesen.
Quelle: https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/stiftung-warentest-wie-gut-helfen-ki-chatbots-bei-gesundheitsfragen/100243278.html · de · mixed

