Deutschland gibt einen hohen Anteil des BIP für Gesundheit aus und beschäftigt mehr Ärzte und Krankenhausbetten als die meisten europäischen Nachbarländer. Doch die Bürger erleben weiterhin Engpässe und lange Wartezeiten. Daten des Ökonomen Boris Augurzky offenbaren das Paradoxon: Trotz dieser Investitionen bleibt die Lebenserwartung hinter vergleichbaren Ländern zurück und der Verwaltungsaufwand ist übermäßig. Die Wurzel des Problems liegt in einer kulturellen Erwartung unbegrenzten Zugangs zu Gesundheitsleistungen, die strukturelle Reformen politisch unmöglich macht.
Kernpunkte:
- Deutschland gibt 12,2 Prozent des BIP für Gesundheit aus
- Deutsche besuchen durchschnittlich 10-mal pro Jahr einen Arzt
- Dänemark erreicht vergleichbare Gesundheitsergebnisse mit 9,5 Prozent des BIP
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/warum-eine-gesundheitsreform-so-schwer-ist-accg-200966355.html · de

