Krankenwagen in Blaulichtfahrt

Orientierung in Zeiten hybrider Bedrohungen [Edition 01]

Die Health & Security startet als gedruckte Zeitschrift für KRITIS und Gesundheit als Einladung zum Dialog über das Gesundheitswesen in der Gesamtverteidigung.

Unser Gesundheitssystem funktioniert im Alltag zuverlässig. Strom, IT, Personal, Lieferketten greifen ineinander. Doch die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie abhängig diese Stabilität von funktionierenden Infrastrukturen ist.

  • Was geschieht bei längeren Stromausfällen?
  • Bei gezielten Cyberangriffen?
  • Bei hybriden Bedrohungen, die Versorgung und Vertrauen zugleich treffen?

Genau hier setzt Health & Security als Print-Edition an. Schon im Editorial wird deutlich: Deutschland benötigt eine integrierte Health Security Strategie als Bestandteil nationaler Sicherheit und Souveränität. Krankenhäuser sind kritische Infrastruktur und damit besonders schützenswert.

Im Interview erläutert Generalstabsärztin Dr. Almut Nolte, weshalb zivile und militärische Gesundheitsstrukturen enger kooperieren müssen. Diskutiert werden unter anderem ein gesamtstaatliches Gesundheitslagebild, verbindliche Strukturen und gemeinsame Übungen.

Weitere Beiträge beleuchten die strukturellen Herausforderungen: Personalkapazitäten, Cybersicherheit, physischer Schutz, Lieferengpässe, Lagerhaltung sowie Vorbereitung auf CBRN Ereignisse. Der Investitionsbedarf zur Herstellung der Resilienz deutscher Krankenhäuser wird im Verteidigungsfall auf 14 bis 15 Milliarden Euro beziffert.

Praxisbeispiele zeigen konkrete Lösungsansätze. Berliner Krankenhäuser entwickeln einen Rahmenplan für die zivile Verteidigung. Innovationsbeiträge diskutieren die Rolle von Venture Capital als strategischen Beschleuniger medizinischer Resilienz. Digitale und integrierte Versorgungsmodelle aus der Ukraine liefern zusätzliche Impulse.

Die Daten unterstreichen den Handlungsbedarf: Auf das Szenario Landesverteidigung ist nur jede achte Klinik vorbereitet.

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Resilienz entsteht durch systematische Vorbereitung.