Führende Ärzte und Klinikmanager fordern von der künftigen Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU), 100 Krankenhäuser in Deutschland krisen- und kriegssicher zu machen. Hintergrund sind wachsende Risiken durch militärische Spannungen, IT-Sabotage und Naturkatastrophen.
Die Experten betonen, dass Gesundheit als sicherheitsrelevanter Faktor anerkannt werden müsse. Sie verlangen klare Zuständigkeiten, verlässliche Finanzierung und eine umfassende technische Aufrüstung, u. a. mit moderner Sicherheits- und Kommunikationstechnik, geschützten Räumen und autarker Energie- und Wasserversorgung. Vorgesehen ist ein Umbau vor allem von Universitätskliniken, Bundeswehrkrankenhäusern sowie großen kommunalen und privaten Kliniken – mit Kosten von etwa einer Milliarde Euro pro Standort.
Zugleich leiden die Kliniken unter Fachkräftemangel: Jede zehnte Pflegestelle ist unbesetzt, auf Intensivstationen noch mehr. Auch IT-Fachkräfte fehlen, was digitale Innovationen hemmt. Im Katastrophenfall stoße das Gesundheitswesen schnell an seine Grenzen. Es wird staatliche Unterstützung beim Aufbau von KI-Plattformen für Notaufnahmen und Intensivmedizin gefordert, um eine Echtzeit-Datenverarbeitung und bessere Krisenbewältigung zu ermöglichen.

